Natur, weshalb sie so wichtig ist und wie sie unseren Kindern hilft!

Natur, weshalb sie so wichtig ist und wie sie unseren Kindern hilft!

Natur, weshalb sie so wichtig ist und wie sie unseren Kindern hilft!

Allen voran steht die Natur nach wie vor als der natürliche Lebensraum für uns Menschen oder krasser gesagt Menschen, die ausschließlich in der Stadt ohne Kontakt zur Natur leben, werden nicht „artgerecht gehalten“. Die Wortwahl provoziert natürlich sehr, soll aber nur verdeutlichen, dass die Natur ein essentieller Bereich im Leben von uns Menschen und natürlich unserer Kinder sein sollte. In ihr lernen wir sehr viel, können unser gestresstes und reizüberflutetes System hinunter fahren und stärken dabei auch noch unser Immunsystem.

Gerade für Kinder spielt unter anderem Bewegung eine wichtige Rolle – in Zusammenhang mit der Natur werden unterschiedliche Bewegungsmuster besonders geschult und praktischerweise ist das Platzangebot dabei nicht eingeschränkt. Körperliche Herausforderungen, wie zum Beispiel das Gleichgewicht, die räumliche Wahrnehmung, aber auch die Sinnesorgane haben in dem Kontext noch einmal viel weitreichendere Möglichkeiten sich zu entfalten.

Meistens braucht es nicht einmal ein Angebot von Erwachsenen, Kinder finden sich sehr schnell in die Natur ein und finden meist noch schneller spannende Spiele. Manchmal, wenn noch nicht so viele Erfahrungen gesammelt wurden, braucht es aber ein wenig Unterstützung – wie wäre es dann zB. mit Bockerlweitschießen oder einen optimalen Wanderstecken zu finden? Oder Schätze in der Natur zu suchen, das können zum Beispiel besondere Steine oder auch besondere Rindenstücke sein. Vielleicht ist es auch interessant gemeinsam Pflanzen zu entdecken – es gibt inzwischen ganz tolle kostenlose Apps, um Pflanzen am Handy bestimmen zu können. Versucht auch einmal barfuß durch die Natur zu laufen – ein unbeschreiblich befreiendes Gefühl und die nackten Fußsohlen lassen uns noch besser Kontakt mit der Natur aufnehmen und unterstützen dabei sich zu erden. Und dann gibt es ja auch noch einen ganz tollen Klassiker – das Picknick – in der Natur zu sein, macht nämlich schnell hungrig und gleichzeitig schmeckt das Essen noch viel besser.

Übrigens umso öfter desto besser ist es hinaus zu gehen, das tut den Kleinen wie den Großen gut und sorgt für Ausgeglichenheit. Vielleicht habt ihr ja selbst schon die Erfahrung machen dürfen, wie schnell man einen klaren und freien Kopf bei einem Spaziergang bekommen kann und evtl. Probleme dabei auf eine normale Größe zurückschrumpfen. Kinder brauchen genau wie wir Erwachsene oft eine Auszeit vom Alltag, vom Stress in der Schule, von der Reizüberflutung durch Werbung und elektronischer Geräte oder auch von dem häufig sehr gefüllten Tagesablauf.

Auf den Punkt gebracht:  Natur ist essentiell für unsere Kinder, lassen wir sie so viel Zeit wie möglich darin verbringen!

So fördert Bewegung die Konzentration

So fördert Bewegung die Konzentration

Bewegung hat für die kindliche Entwicklung einen sehr hohen Stellenwert und sollte nach Möglichkeit gefördert werden. Ausreichend Bewegung stärkt nicht nur die Muskeln, Sehnen und Bänder, sondern erleichtert auch das Lernen.

Kinder, die sich viel bewegen, sind ausgeglichener und fühlen sich wohler. Dadurch können sie sich auch wesentlich besser konzentrieren.

Wie kannst du dein Kind dazu bringen, dass es sich ausreichend bewegt?

Der Bewegungsdrang, der jedem Kind gegeben ist, kann im Freien am besten ausgelebt werden. Die natürlichste Art und Weise den Gleichgewichtssinn zu trainieren, ist sicherlich das Balancieren über Baumstämme, Steine etc.

Am besten lässt du die Kinder diese Erfahrungen barfuß machen. Dadurch wird auch gleich der Tastsinn trainiert und die Füße werden gekräftigt.

Sobald Kinder laufen können, sollten sie so viele Wegstrecken wie möglich zu Fuß zurücklegen. Dabei werden sie viele Möglichkeiten entdecken, die sie ausprobieren wollen: z. B. auf Baumstämme und verschiedenste Hindernisse klettern etc.

Auch alte Kinderspiele haben nichts von ihrem Charme verloren. Spiel doch mal gemeinsam mit deinen Kindern „Donnerwetter, Blitz!“ oder „Bäumchen wechsle dich!“

Vielleicht fallen dir noch einige Bewegungsspiele aus deiner Kindheit ein, die ihr spielen könnt.

Aber auch drinnen kannst du deine Kinder leicht dazu bringen, ausreichend Bewegung zu machen. Am besten legst du „fetzige“ Musik auf und beginnst selbst herum zu tanzen und zu hopsen. Ihr könnt z.B. gemeinsam „Homedisco“ machen und die ganze Familie miteinbeziehen. Glaub mir, das macht allen Spaß und tut enorm gut. Tanzen ist eine wunderbare Bewegungsform für Jung und Alt.

Natürlich könnt ihr auch gemeinsam Yoga praktizieren, wenn ihr dazu Lust habt. Oder einen Hindernisparcours in der Wohnung errichten, den ihr bewältigen müsst.

Der Fantasie sind da absolut keine Grenzen gesetzt.

Was sind die Folgen von Bewegungsmangel?

Alles, was nicht gebraucht wird, verkümmert. Deshalb werden Muskeln, die nicht beansprucht werden, schwach.

Viele Kinder haben körperliche und motorische Defizite aufgrund von Bewegungsmange. Sie bewegen sich ungelenk, haben Gleichgewichtsprobleme, Übergewicht und Haltungsschäden.

Sie können auch meist Risiken nicht mehr richtig einschätzen. Das wiederum führt zu einem erhöhten Unfallrisiko. All diese Tatsachen dürften darauf zurückzuführen sein, dass Kinder heute – im Vergleich zu früher – den Großteil ihrer Zeit in Gebäuden in sitzender Haltung verbringen.

Mein Tipp:

Ich empfehle dir, dass du so viel Zeit wie möglich mit deinem Kind in der freien Natur verbringst. Fördere jede Art von Bewegung.

Am besten animierst du deine Kinder dazu sich zu bewegen, wenn du es ihnen vormachst. Sie lernen aus unserem Verhalten. Geht so oft es geht zu Fuß und lasst das Auto stehen.

Wenn dein Nachwuchs sich nicht für den Familienausflug oder Spaziergang begeistern kann, beginne du auf Baumstämmen zu balancieren oder barfuß zu laufen. Du wirst sehen, das steckt an…

Dein Kind muss kein Leistungssportler werden, aber wenn es sich für eine Sportart begeistern kann, unterstütze es dabei. Achte darauf, dass es dabei nicht überfordert wird und wirklich Spaß daran hat. Nur so kann es Freude an der Bewegung finden.

Weiterführende Literatur:

  • Startkapital Natur (Raith und Ludle)
  • Das letzte Kind im Wald (Louv)
  • Glückliche und gesunde Kinder (Maschwitz)
  • Der Wald als erlebnispädagogischer Lernort für Ki